In der neuen Kategorie “Travelling With…” schaue ich mir an, was andere Reiseblogger so machen, wenn sie unterwegs sind. Wie fotografieren sie? Wie bewegen sie sich im Ausland? Was waren ihre schönsten oder schlimmsten Erfahrungen, was können sie den Lesern für das nächste Urlaubsziel empfehlen? Mit einigen Fragen – und natürlich auch einigen Bildern – möchte ich sie dazu bringen, mir zu zeigen, was das besondere am Reisen ist und wieso sie es besonders gut können. Wer mich auf seine (visuellen) Reisen aufmerksam machen möchte, der kann mich gerne unter yeahsara@gmail.com kontaktieren! 


Interessante Anekdote zu Anfang: Meine Travelling With… Serie scheint vor allem Frauen mit Doppelnamen zu bevorteilen. Aber für einen Ausflug in Mariannas Reisewelt lohnt sich das auf jeden Fall. Ich bewundere seit langem (von weitem) ihren Blog Weltenbummlermag.

So schön wie kaum ein anderes Medium und so fotografisch hochwertig, dass man sich wie in einem Hochglanzmagazin fühlt, entführt Marianna in die Welt des Reisens. Ganz unaufgeregt, ganz langsam irgendwie auch. Und jedes Bild ist ein Hingucker.  Marianna wohnt derzeit noch in München (doch bald in Berlin), ist gerade 31 Jahre alt geworden (HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!) und liefert ihren Lesern auf Weltenbummlermag vor allem Geheimtipps aus der ganzen Welt und teilt ihren scharfen Blick mit all denjenigen, die sich entführen lassen wollen.

1. Du darfst die Zeit zurückdrehen und einen einzigen Moment noch mal erleben. Welches Foto würdest du noch mal schießen wollen und warum?

Der Sternenhimmel im Fish River Canyon in Namibia war grandios, man konnte sogar die Magelanwolken sehen. Es war aber auch unfassbar kalt und ich hatte nach ein paar Versuchen die Sterne mit der Kamera einzufangen keine Muße mehr. Ich ärgere mich mittlerweile einwenig, dass ich der Kälte nicht länger getrotzt hab, vielleicht hätte ich noch ein aussagekräftigeres Foto hinbekommen.

2. Viele Leute wechseln gerade von Foto auf Film, um ihre Reisen zu dokumentieren. Wie viel wert legst du auf einen großen medialen Umfang, um die Leser zu interessieren – oder ist weniger hier mehr?

Quantität ist bekanntlich nicht gleich Qualität. Nur weil man einen großen medialen Umfang bietet, heißt doch nach lange nicht, dass die Leser sich dafür interessieren. Jedes Medium hat seine speziellen Herausforderungen. Und wenn man ein Video produziert, dass nicht mehr bietet als mittelmäßige Fotos, kann man sich den Aufwand gleich sparen.

3. Was lernst du aus deinen Blog-Reisen für deine privaten Unternehmungen?

Wie wertvoll Zeit und Freiheit ist. Ich genieße es auf gänzlich privaten Reisen auch einfach mal einen Tag gar nichts zu tun, weil der Druck hinterher einen Post veröffentlichen zu müssen ja einfach nicht da ist. Reisen ist nämlich nicht gleich Urlaub, das verwechseln viele immer zu gern.

Ein Foto von deiner letzten Reise, auf dem du selbst zu sehen bist.

Barcelona in der Sagrada Familia. Foto: Johannes Klaus

5. Ich möchte eine Reise machen, aber nicht schon wieder planlos backpacken in Thailand. Ich habe 4000 Euro, 6 Wochen Zeit, reise alleine, bin jung und fit, habe aber Anspruch auf etwas Nachhaltigkeit. Wo schickst du mich hin?*

Auf jeden Fall nach Südafarika! Ich war total begeistert von dem Land. Die Landschaft, die Leute, das Essen alles hat mich richtig in den Bann gezogen. 4-6Wochen sind ideal um Südafrika richtig zu bereisen. Ich empfehle einen Mietwagen, dann kann man völlig unabhängig anhalten, wo man grade Lust drauf hat. Vor allem machen die Raststätten, wo man gemütlich und urig frühstücken oder Mittag essen kann besonders viel Spaß. Von dem French-Toast mit Bacon träum ich heute noch. Und die südafrikanische Küche war ganz unter uns auch eines der Riesenhighlights der Reise, ich hab selten so gut und erschwinglich gegessen. Die Kombination aus europäischer Küche und afrikanischen Gewürzen ist traumhaft lecker. Außerdem lassen sich bei der Dauer auch schön die etwas abgelegeneren Ecken erkunden, wie die Wild Coast oder die Diamanten Küste von Kapstadt Richtung Namibia.

Die Klassiker wie der Krüger Nationalpark, Garden Route und die Weinbaugebiete bei Kapstadt sollten trotzdem nicht fehlen. Mein persönlicher Tipp für den Krüger: Campen und eine Fußsafari mitmachen. Und wer sich auf Weinprobe bei Stellenbosch begibt, dem empfehle ich ein gutes Frühstück vorweg (ich hatte keins), denn in Südafrika wird der Wein auch bei der Weinprobe getrunken. Die Drakensberge sind eine faszinierende Landschaft und traumhaft entspannt zum Wandern. Von da aus lässt sich Lesotho auch gut erkunden.

Marianna hat schon einige Orte der Welt besucht, und die Reise hört nicht auf. Wer ihr folgen möchte, der kann das auf Facebook, Twitter, Instagram und Google+ tun.

Alle Bilder in diesem Post sind von Marianna selbst geschossen. Vielen Dank für das kleine Interview!